Raunächte

Raunächte

Noch ist das neue Jahr ganz jung. Gerade mal zwei Tage alt. Zeit um den „Raunächten“ zu gedenken und Haus und Stube (und eventuell Stall) auszuräuchern.

Die Raunächte kommen von dem Begriff „Rau-ch-Nächte“. In der Zeit zwischen dem 24. Dezember und dem 6. Januar wurde zu früherer Zeit geräuchert. Es wurde geräuchert um Unheil und böse Geister zu vertreiben. Es galt sich dem Volksglauben nach vor der in den Raunächten umherziehenden “Wilden Jagd”, den Wintergeistern zu schützen. Es wurde auch geräuchert um die Stallungen zu desinfizieren. Denn mancher Räucherstoff wirkt desinfizierend.

Im österreichischen Brauchtumskalender heißt es:

Was man zum Räuchern genau verwendet ist von Region zu Region bzw. von Familie zu Familie unterschiedlich. Meist verwendet wird die Glut des Herdes, darauf streut man Weihrauch und da und dort auch die Überreste des Palmbuschens.  Beim Räuchergang durch Haus und Hof wird manchmal auch Weihwasser mitgenommen, die Räume damit gesegnet. Das Vieh im Stall erhält als Maulgabe geweihtes Brot und wird ebenso mit Weihwasser besprengt. Viele Familien beten beim Räuchergang oder sagen eigene Räuchersprüche in jedem Raum auf. Vielerorts gelten auch eigene Gesetze – etwa das dreimalige Umrunden des Grundstückes mit der Räucherpfanne.

In den letzten Jahren wird auch in unseren modernen Zeiten wieder mehr geräuchert. Wobei im Alpenraum und insbesondere im Allgäu das Räuchern immer erhalten geblieben ist.

Es wird heute mehr als Ritual angewendet, um Altes gehen zu lassen und die Zimmer energetisch zu reinigen. Viel Emotionales hat sich im Laufe des Jahres in der Wohnung / im Haus abgespielt und wir wissen dass dies im Gebäude gespeichert bleibt.

Durch das Räuchern wird dies aufgelöst. Manche Menschen räuchern ihre Wohnungen nicht nur in der Zeit der Raunächte aus, sondern auch während des Jahres. Auch wenn eine Wohnung neu bezogen wird, darf sie auf diese Art gereinigt werden.

Ich habe unsere Wohnung ganz traditionell geräuchert mit Räucherkohle, Räuchergefäß, meiner Räuchermischung aus Weihrauch, Sandarak, Salbei und Beifuss. Man muss dabei wissen, dass eine richtige Räucherung Zeit braucht und die glühende Kohle hinterher an einen brandsicheren Ort stellen muss.

Noch ein kleiner Hinweis.

Wenn du räucherst, denke bitte an deine Rauchmelder! Räuchern heißt Rauch entwickeln und wenn du eine besinnliche Stimmung haben möchtest, solltest du vorübergehend die Rauchmelder abnehmen (und natürlich hinterher wieder aufhängen).

Wenn du das Räucherhandwerk gerne erlernen möchtest, kannst du dich gerne bei mir zum nächsten Räucher-Workshop am Dienstag, 28. Januar 2020 anmelden.

Salbei                       

Duft: harzig-aromatisch

Er bringt Klarheit, Reinigung und Heilung.

Salvare bedeutet heilen. Salbei war ein Allheilmittel bei den Römern. Er reinigt nicht nur auf körperlicher Ebene, sondern auch das Energiefeld. Er wirkt reinigend auf Wohnungen, Häuser sowie im Krankenzimmer.

Weihrauch

Duft: je nach Sorte von fruchtig hell bis dunkel schwer

  • Weihrauch Oman (balsamisch, zitronig, leichte Holznote)
  • Weihrauch Eritrea (würzig, süß)
  • Weihrauch Somalia (balsamisch, würzig, zitronig)
  • Weihrauch India (süß, warm)
  • starker Reiniger
  • für Meditation
  • stimmungsaufhellend, entspannend

Beifuss

Der wilde Wermut ist ein geheimnisvolles Kraut. Beifuss ist ein Begleiter zwischen den Welten.

  • Stark energetischer Rauch mit Wirkung auf das Meridiansystem
  • An Wendepunkten des Lebens (um loszulassen und Altes zurückzulassen)
  • Hilft Entscheidungen zu treffen
  • Frauenkraut (Übergangsphasen wie Pubertät, Geburt, Wechseljahre)
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